Zu viel in Schutz nehmen
Zu viel in Schutz nehmen

Zu viel in Schutz nehmen

Manche Opfer von Mobbing oder toxischen Beziehungen, haben die Tendenz die Täter in Schutz zu nehmen. Entweder sind sie bereits coabhänging oder sie schlittern geradewegs in diese Abhängigkeit hinein.

Es gibt viele Phänome, die solche Abhängigkeiten beschreiben. Ganz bekannt ist das Stockholm-Syndrom als extremes Beispiel. Es beschreibt, dass Opfer von Entführungen positive Emotionen gegenüber den Tätern aufbauen. Coabhängigkeiten gibt es nicht nur in Beziehungen, mit einem von Alkohol oder Drogen abhängigen Partner. Da ist die Aufgabe des Co, die Beziehung nach außen sauber zu halten. Eine Fassade zu zeigen.

Ganz fürchterlich ist es für Kinder, die zwangsweise in Abhängigkeiten stecken, aus denen sie sich nicht befreien können. Die Opfermentalität wird anerzogen. Sie bleibt bei vielen Erwachsenen vorhanden. Ob in der Schule, Uni oder Arbeitsstellen, – viele Opfer haben die Tendenz, die Aggressoren in Schutz zu nehmen. Sei es durch angelerntes Verhalten, aus Angst vor Konsequenzen oder in der Hoffnung ihren Peinigern zu gefallen. Sie reden das Verhalten herunter. Sie setzen sich selbst unter Druck, in dem sie sich einreden, dass es schon nicht so schlimm sei. Oder – noch schlimmer – verteidigen den Angreifer, sofern er wegen seines Verhaltens zur Rede gestellt wurde. Was sie dabei nicht bedenken ist, dass sie dem Mobber oder Machtmenschen damit in die Hände spielen. Denn, wenn du heute sagst, es ist alles in Ordnung und es ist nicht schlimm, wird es schwierig morgen etwas anders zu behaupten. (Schwierig, aber nicht gänzlich unmöglich.)

Versuche für dich ganz klar zu bleiben, schlechtes Verhalten nicht gutzuheißen, zu bagatellisieren, unter den Teppich zu kehren und vor allem, nimm den Angreifer nicht in Schutz. DU hast Schutz verdient, wenn du das Opfer bist. Nimm deinen Schutz in Anspruch. Mache nicht den Fehler, den Mobber für sein Verhalten noch zu belohnen und ihm zu signailsieren, dass er tun und lassen kann, was er will.

Vielleicht hilft dir folgender Gedanke:

Jeder Mensch ist für sein Handeln verantwortlich. Du für deins. Der Mobber und Machtmensch für seins.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.